BodyCode – Emotionen anhand der Körpersprache besser lesen können

Der Einsatz von Körpersprache, Mimik und Gestik unterstützt unsere verbale Kommunikation. Und das zuverlässig und ehrlich, denn der Körper sagt stets die Wahrheit. Wenn wir lernen die Körpersprache unseres Gegenübers lesen zu können, dann sind wir klar im Vorteil. Körpersprache verrät nicht nur, was andere Menschen fühlen und denken, sondern entlarvt auch Lügen und Manipulationsversuche.

Wer Körpersprache richtig lesen und interpretieren kann ist in der Lage, Kommunikation besser zu steuern. Kritische Situationen, gerade im beruflichen Alltag, lassen sich effizienter bewältigen. Wer die Kunst der Körpersprache beherrscht, kann nicht nur sein Gegenüber genauer einschätzen, sondern auch die eigene Wirkung verbessern.

Ausgehend von der These, dass Körpersprache (zumindest im deutschsprachigen Raum) universell und interkulturell lesbar ist, haben wir mit BodyCode eine Dechiffrierungshilfe entwickelt, die auf den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen der Forschung fußt. BodyCode erklärt, warum Körpersprache typenabhängig und komplex ist, denn Mimik, Gestik und Körperhaltung verraten nicht nur etwas über die Emotionen eines Gegenübers, sondern formt ihrerseits auch Gefühle, Gedanken und Taten.

IHR NUTZEN

BodyCode veranschaulicht auf praktische Weise, wie sich Körpersprache im verbalen Kontext entschlüsseln lässt und schult die Fähigkeit, Menschen besser lesen und verstehen zu können.

BodyCode hilft, sich in der Welt der Körpersprache zurecht zu finden, den eigenen Körperausdruck Schritt für Schritt zu verbessern und damit auch eine bessere Wirkung zu erzielen – eine wichtige Voraussetzung für beruflichen und privaten Erfolg.

METHODEN & INHALTE

BodyCode stützt sich auf die Erkenntnisse der Emotions- und Gesichterforschung und orientiert sich am aktuellen Stand der Hirnforschung. Wir erläutern wie Emotionen entstehen und wie diese sich in Mimik und Köpersprache ausdrücken.

BodyCode fasst Übungen zusammen, die das Entschlüsseln von Körpersprache erleichtern. Dabei berücksichtigen wir die Komplexität des Themas. So betrachten wir nonverbale Kommunikation stets im Kontext der verbalen Kommunikation und berücksichtigen persönlichkeitstypologische Zusammenhänge.

Anhand von Fallbeispielen aus der beruflichen Praxis zeigen wir zahlreiche Möglichkeiten auf, wie Verhalten verändert und an schwierige Situationen angepasst werden kann.

In Simulationen schulen wir das Lesen zwischen den Zeilen und den bewussten Einsatz des individuellen Körperausdrucks. Dabei arbeiten wir auch mit videogestützten Feedbackverfahren.

EXKURS

Die Mär von der 7-38-55 Regel

Der US-amerikanische Kommunikationspsychologe Albert Mehrabian wurde in den 70iger Jahren durch seine Studie zur nonverbalen Kommunikation bekannt, die als Resultat die 7-38-55 Regel postulierte. Der Regel zufolge wird Kommunikation nur zu 7% durch sprachlichen Inhalt verstanden, also vermittels der Worte, die gesprochen werden; 38% der Aufmerksamkeit wird durch die Mimik bestimmt und 55% gehen auf das Konto des köpersprachlichen Ausdrucks. Aufgrund dieser Regel wurde lange Zeit fälschlicherweise angenommen, Zuschauer achteten in erster Linie auf den Körperausdruck statt auf das, was gesagt wird. Aktuelle Studien widerlegen diese Annahme. Erst wenn Zuhörer an den Worten zweifeln, wird Mimik und körpergestischer Ausdruck mit dem sprachlichen Inhalt verglichen. Stimmen Worte und Ausdruck nicht überein, schafft das Misstrauen. Der Körper verrät mehr als Worte, aber nur, wenn der Körperausdruck nicht zu dem Gesagten passt.

Allerdings ist es gar nicht so leicht, Mimik und Körpersprache zu deuten. Auch zahlreiche aktuelle Studien belegen, dass Emotionen anhand von Mimikfotos nicht eindeutig identifiziert werden können.

Und auch Gesten und Körpersprache sind nicht zweifelsfrei deutbar. Wer die Arme verschränkt, muss nicht gleich ablehnend sein. Es gibt tausend Gründe, warum jemand die Arme verschränkt, vielleicht ist ihm einfach nur kalt.

Inzwischen ist in aktuellen Studien des Forschers Alexander Todorov (Princeton University) belegt, dass zumindest große Emotionen wie Freude, Schmerz, Wut, etc. nicht nur durch das Gesicht, sondern durch den gesamten Körper ausgedrückt werden müssen, um richtig ‘abgelesen’ werden zu können.

Körpersprache liefert uns also wichtige und nützliche zusätzliche Informationen über die inhaltliche Botschaft und den Menschen, der die Botschaft auch durch seine Haltung und sein Wertesystem vertritt. Zuschauer nehmen intuitiv die körpersprachlichen Signale des Gegenübers war, können diese aber häufig nicht eindeutig entschlüsseln. Zwar schöpfen alle Menschen aus einem ähnlichen Repertoire an Signalen, Gesten und körpersprachlichem Ausdruck, dennoch spricht jeder Mensch mit einer ihm eigenen unverwechselbaren Sprache. Die individuelle Grammatik der Körpersprache setzt sich zusammen aus erlernten, teilweise imitierten Gesten und aus genetisch bedingten Dispositionen von Bewegungsabläufen, die das gesprochene Wort unterstützen. Dazu kommen oft kulturell bedingte Gesten, welche das gesprochene Wort symbolhaft ersetzen oder unterstützen, und unbewusste Angewohnheiten (Manierismen), die sich im Laufe der Zeit in die Bewegungsabläufe ‘eingeschlichen’ haben.

Körpersprache ist also nicht einfach zu übersetzen und braucht in jedem Fall den ergänzenden Kontext. Je bewusster der Umgang mit der eigenen Körpersprache ist, umso klarer kann die Botschaft vom Gegenüber verstanden werden.

Daher ist es wichtig, die eigene Grammatik der Körpersprache zu kennen und blockierende oder Verwirrung stiftende Botschaften zu unterlassen. Darüber hinaus weist die Forschung immer deutlicher darauf hin, dass Emotionen nicht nur ihren Ausdruck in der Körpersprache haben, sondern dass auch umgekehrt die Körpersprache Emotionen und letztlich auch unser Denken beeinflussen kann. So ist es durchaus möglich, sich mit Hilfe von Körperhaltung und Gesten auch emotional in die gewünschte Stimmung zu bringen, was für einen Vortrag oder einen wichtigen öffentlichen Auftritt sehr wichtig ist. Menschen sind nämlich durchaus in der Lage, die eigene Stimmung, nicht zuletzt durch den Körperausdruck, auf andere Menschen zu übertragen und damit gezielt eine bestimmte Atmosphäre im Raum zu erzeugen. Dabei sollte man unbedingt darauf achten, dass die Energie der persönlichen Emotionen nicht in eine angestrengte und kontrollierte Körpersprache fließen sollte, sondern in einen stimmigen Selbstausdruck, der authentisch und unverwechselbar ist. Daher macht es Sinn, sich seines ureigenen Repertoires an körpersprachlicher Grammatik, seines kontextbezogenen Rollenverhaltens und seines Wertesystems bewusst zu werden. Genau dabei hilft BodyCode®.

Trainer

Mathias Riedel

Dipl. Wirtschaftspsychologe, Schauspieler, systemischer Senior- und Lehrcoach (DCV). Autor.

Gesa Badenhorst

Coach, Dozentin für Körper-, Stimm- und Sprachgestaltung, Dipl. Schauspielerin, Pädagogin (Lehramt).

ALLGEMEINE INFOS

ORT

Das Training findet in der ICA in der Kastanienallee 29/30, 10435 Berlin statt.

TERMINE/DAUER

Samstag/Sonntag 10:00 – 18:00 Uhr

PERSONENANZAHL

mindestens  4 Personen, maximal 10 Personen

KOSTEN

250,- €  (zzgl. MwSt., inkl. warme und kalte Getränke, ohne Kost und Logis).

ANMELDUNG

Mit der Anmeldebestätigung erhalten Sie die Rechnung für die Trainingsteilnahme. Nach Zahlungseingang ist der Platz für Sie reserviert.

Bei Fragen stehen wir Ihnen gern zur Verfügung. Schreiben Sie eine E-Mail an:

mr(Replace this parenthesis with the @ sign)riedelberatung.de

Nächste Termine

 

Mai 2017
16.05.–17.05.
Seminare
ICA und GLS
Kastanienallee 29/30 und 82
10435 Berlin
BodyCode (Emotionen der Klienten lesen können)
BodyCode – Emotionen anhand Körpersprache besser lesen können
mehr Infos

Das Seminar unterstützt Sie dabei, die Emotionen Ihrer Klienten anhand der Körpersprache besser lesen zu können.

BodyCode fasst Übungen zusammen, die das Entschlüsseln von Körpersprache erleichtern. Dabei berücksichtigen wir die Komplexität des Themas. So betrachten wir nonverbale Kommunikation stets im Kontext der verbalen Kommunikation und berücksichtigen persönlichkeitstypologische Zusammenhänge.